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Tipps fürs Fest – von A wie Alkohol bis Z wie Zimt

Plätzchenteller

Plätzchen, Glühwein, Gans: Weihnachten ist die Zeit der kalorienstarken Freuden. Doch mit der richtigen Planung können auch Menschen mit Diabetes das Fest genießen, betonen befragte Diabetologen. Vom Shopping in Siegens Oberstadt bis zum Festessen – mit diesen Tipps gelingt Weihnachten garantiert.

Weihnachten ist das Fest der Familie. Es zählt zu den bedeutendsten und beliebtesten Festen im Jahreskreis. Doch können die Vorbereitungen ganz schön belasten. Daher ist gerade jetzt besondere Achtsamkeit gefragt, denn Stress kann den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. Eine Studie bestätigt, dass ein gestresster Mensch mit Diabetes befürchten muss, dass sein Körper nach einer hektisch eingenommenen Mahlzeit deutlich länger einem erhöhten Blutzuckerspiegel ausgesetzt ist. Diabetes-Patienten sind deshalb gut beraten, früh mit den Vorbereitungen zu beginnen und immer wieder Ruheoasen einzuplanen; demzufolge ist das Last-Minute-Weihnachtsgeschenk also Gift. Wer bereits beim Gedanken an überfüllte Kaufhäuser ins Schwitzen kommt und den Amazon-Streik nicht fürchtet, kann Geschenke online oder per Telefon bestellen und statt des Einkaufs einen Winterspaziergang machen.

Gebrannte Mandeln, Stollen und Marzipan gehören Weihnachten für viele Menschen dazu. Auch für Menschen mit Zuckerkrankheit sind Schokokugeln & Co grundsätzlich kein Problem, sofern sie die Kalorien im Blick behalten. Eine Tabelle mit Kohlenhydrateinheiten bietet Orientierung – so entsprechen drei Marzipankartoffeln oder zehn Gramm Lebkuchen einer Kohlenhydrateinheite. Wem diese Zählerei die Festtagsstimmung vermiest, der kann auf eine kluge Produktwahl setzen: Statt Hasel- oder Walnüssen können es auch einmal Maronen sein. Sie enthalten weniger Fett, dafür wertvolle Ballaststoffe. Auch ein mit Rosinen, Zimt, Nelken und Honig gefüllter Bratapfel schmeckt zum Kaffee genauso gut wie Christstollen, enthält aber weniger Zucker.

Für Menschen mit Diabetes spricht nichts dagegen, am Gühweinstand halt zu machen. Allerdings sollten sie den Trinkgenuss mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit begleiten. Denn bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille ist die Zuckerfreisetzung aus der Leber gestört. Wein, Schnaps oder Bier senken so den Blutzuckerspiegel, dass die Gefahr einer Unterzuckerung droht. „Der Verzehr eines Vollkornbrotes oder einer Backkartoffel steuert dem entgegen“, erläutert ein Diabetologe. Als Faustregel gelte, nur so viel Alkohol zu sich nehmen, dass Blutzuckermessen und Insulinspritzen jederzeit möglich sind.

Am ersten Weihnachtstag steht dann Festessen auf dem Programm – vermutlich wurde schon am Heiligabend kräftig genascht. Diabetologen raten dazu, selbst zu kochen. Das macht Spaß und man behält so die Kontrolle über die Inhaltsstoffe und schützt sich vor unliebsamen Überraschungen. In vielen Gerichten aus dem Supermarkt z.B. sind große Mengen Zucker versteckt. Auf die Einkaufsliste gehört Karpfen oder Pute; an der Gans besser vorbeigehen. Sollte es dennoch die Gans sein, die Haut gut einstechen, damit das Fett abfließen kann. Mäßigung ist bei Klößen angezeigt, sie lassen den Blutzuckerspiegel schnell nach oben schießen – 40 Gramm Kloß entsprechen einer Kohlenhydrateinheit. Krönender Abschluss des Festmenüs sollte ein Spaziergang von der Unterstadt in die Oberstadt oder eine kleine Tour um das Forsthaus Hohenroth sein. Das entspannt und senkt obendrein den Blutzuckerspiegel.

Text: Christian Kreuzberg
Foto: © DoraZett – Fotolia.com

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