Home > Kliniken & MVZ & Praxen > Kreisklinikum schafft hochmodernen OP-Roboter an

Kreisklinikum schafft hochmodernen OP-Roboter an

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Urologie erhalten Da Vinci-Roboter

Mensch und Maschine – diese Kombination stellt inzwischen auch im Krankenhaus eine optimale Symbiose dar. Genau deshalb schafft das Kreisklinikum Siegen nun einen Da Vinci OP-Roboter an, der zukünftig bei speziellen Operationen von Chefarzt Privatdozent Dr. med. Alexander Beham und seinem Team sowie in der Urologie des Kreisklinikums eingesetzt wird. Der Viszeralchirurg Alexander Beham hat einen beeindruckenden Lebenslauf. Er ist einer der etabliertesten „Da Vinci-Chirurgen“ Deutschlands. Mehr als 200 roboterassistierte OPs hat er an seiner letzten beruflichen Station am Uniklinikum Göttingen durchgeführt. Diese OP-Innovation möchte der erfahrene Mediziner nun auch in Weidenau einführen.

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Martin Grond, Dr. Johannes Spelz, PD Dr. Alexander Beham und Geschäftsführer Bertram Müller (v.l.) sehen den hochmodernen OP-Roboter als wichtigen Schritt in der medizinischen Versorgung.

Bertram Müller, Geschäftsführer des Siegener Kreisklinikums, hat sich für diese teure Investition bei den verantwortlichen Gremien eingesetzt und dafür große Zustimmung erhalten. „Mit PD Dr. Beham und seinem Team können wir mit dem OP-Roboter zukünftig unseren Patienten eine noch schonendere operative Versorgung anbieten“, freut sich Müller.

„Eine roboterassistierte Chirurgie ermöglicht in der Allgemeinchirurgie und insbesondere in der Urologie eine minimalinvasive und schonende Therapie. Große Schnitte wie bei der herkömmlichen OP-Methode können so vermieden werden. Das Verfahren ist für Patienten weniger belastend, der Blutverlust geringer und man kann das Krankenhaus schneller wieder verlassen“, ergänzt Dr. Beham. Das Verfahren leitet sich aus der herkömmlichen und in Weidenau bereits eingesetzten Laparoskopie („Schlüsselloch-Chirurgie“) ab und bietet darüber hinaus weitere entscheidende Vorteile: der Operateur sieht die Bilder mit dem Roboter dreidimensional in sehr hoher Auflösung, er kann eine starke Vergrößerung nutzen und operieren, als agiere er mit der eigenen Hand.

„Nicht nur für die Allgemeinchirurgie, sondern auch für die Urologie des Kreisklinikums stellt diese Investition einen enormen Fortschritt dar. Seit Jahren ist das Verfahren bereits in den USA etabliert. Rund 80 % aller Prostatakarzinom-Operationen werden dort mit der Da Vinci-Roboter-Technologie durchgeführt“, betont Dr. Johannes Spelz, Chefarzt der Klinik für Urologie. „Wesentlicher Vorteil ist“, so Spelz weiter, „dass die Blasen- und Sexualfunktion bestmöglich erhalten bleibt. Einige Mitarbeiterinnen im Team unserer Klinik, darunter auch aus dem Bereich der Pflege, haben bereits Erfahrungen im Umgang mit dem System, sodass wir nach Lieferung des Roboters umgehend operieren können.“

Neben der Millionen-Investition in die OP-Roboter-Technik wird man in Weidenau aktuell noch an anderen Stellen investieren: Direkt an der Weidenauer Straße hat das Kreisklinikum alte Wohnhäuser neben dem Klinikum gekauft, die demnächst abgerissen werden. Die ersten Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr beginnen. Rund 15 Millionen Euro investiert das Kreisklinikum Siegen, um neben einem neuen Café / Bistro auch neue Stationen für die Urologie und die Psychiatrie entstehen zu lassen. Darüber hinaus wird der Neubau Raum für zwei psychiatrische Tageskliniken und die Beschäftigungstherapie bieten. Die Gesamtbaumaßnahmen sollen im Jahr 2020 abgeschlossen sein.

 

Bild: Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Martin Grond, Dr. Johannes Spelz, PD Dr. Alexander Beham und Geschäftsführer Bertram Müller (v.l.) sehen den hochmodernen OP-Roboter als wichtigen Schritt in der medizinischen Versorgung.

Check Also

Prostatakrebs: Schonendes Verfahren, sicherere Diagnosen

Diagnostik Hohe Nachfrage für Fusionsbiopsie im Siegener Diakonie Klinikum Jung-Stilling Siegen. Ein vergleichsweise neues Verfahren …