Neues Operationsverfahren schont ältere Patienten

Gefäßchirurg Dr. Marius Passon etabliert im Diakonie Klinikum Betehsda ein Operationsverfahren, das ältere Menschen mit Gefäßerweiterungen in den Beinen schont.
Gefäßchirurg Dr. Marius Passon etabliert im Diakonie Klinikum Betehsda ein Operationsverfahren, das ältere Menschen mit Gefäßerweiterungen in den Beinen schont.

Bei Gefäßerweiterungen in den Beinen genügen im Diakonie Klinikum Bethesda kleine Schnitte

Freudenberg. Im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg ist nur noch ein kleiner Schnitt nötig, um ältere Menschen mit Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) in den Beinen zu operieren. „Bislang haben wir die Arterie freigelegt und dann eine Gefäß-Prothese eingesetzt“, sagt Dr. Marius Passon, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. „Jetzt ist es bei vielen Patienten möglich, sie durch einen kleinen Schnitt in der Leiste in das Blutgefäß zu schieben.“ Dadurch halbiert sich die Operationsdauer von etwa drei auf anderthalb Stunden und der Patient kann das Krankenhaus früher verlassen. Der Chirurg betont, dass die körperliche Belastung bei dem minimalinvasiven Eingriff deutlich geringer ist. „Dieses Verfahren gibt es aufgrund der nötigen Infrastruktur normalerweise nur in großen Kliniken“, erklärt ein Experte des Prothesenherstellers. „Dass der Eingriff in einem kleineren Krankenhaus wie dem Diakonie Klinikum Bethesda angeboten werden kann, ist ungewöhnlich.“

Vor der Operation misst der Chirurg die Gefäße mittels Röntgenuntersuchung und Computertomografie genau aus und legt fest, welche Prothesen-Größe geeignet ist. Die Prothesen sehen aus wie Röhrchen, sind flexibel und bestehen aus Kunststoff. Durch ein mobiles Röntgengerät im Operationssaal kann der Operateur am Bildschirm sehen, an welcher Stelle er sie positionieren und entfalten muss. Nach dem Eingriff fließt das Blut an der zuvor erweiterten Stelle nur noch durch das Röhrchen – die Arterie kann sich nicht mehr ausweiten. Außerdem verhindert die Prothese, dass Cholesterinteilchen aus dem Aneurysma abwandern und einen Gefäßverschluss verursachen. „Mit der neuen Methode haben wir das Angebot der minimalinvasiven Chirurgie in Freudenberg um ein wichtiges Verfahren erweitert“, sagt Passon.

 
Quelle: Diakonie

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