Zahl der Operationen stark gestiegen

Chirugen im OP

Ob Rücken, Knie oder Hüfte: Viele Bereiche des menschlichen Körpers sind anfällig für Beschwerden und Schmerzen. Wenn die konventionelle Therapie nicht mehr greift, werden Patienten oft unters Messer gelegt. Dabei ist die Tendenz steigend: Seit 2005 ist die Zahl der Operationen in Deutschland um mehr als ein Viertel gestiegen.

Dieser Trend geht aus einer Verlautbarung der Bundesregierung hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. In dieser stellt sie fest: Die DRG-Begleitforschung der Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene kommt für den Zeitraum 2006 bis 2008 zu dem Ergebnis, dass lediglich rund ein Drittel des Leistungsanstiegs durch die demografische Entwicklung erklärt werden kann. Einen ähnlichen Befund enthält eine 2012 im Auftrag des GKV- Spitzenverbands erstellte Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung zur Mengenentwicklung und Mengensteuerung stationärer Leistungen. Danach können für den Zeitraum von 2006 bis 2010 weniger als 40 Prozent der Zunahme der Fälle durch die demografische Entwicklung erklärt werden. Ferner liegen keine Informationen darüber vor, in welchem Umfang der restliche Leistungsanstieg durch den medizinisch-technischen Fortschritt und andere Ursachen bedingt ist.

Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene zu der Vergabe eines Forschungsauftrags verpflichtet, mit dem die Leistungsentwicklung und bestehende Einflussgrößen untersucht werden.

Eine jüngst herausgegeben Analyse des Zwekverbands der Krankenhäuser in Südwestfalen hat für die Region ergeben, dass die Zahl der Operationen hierzulande weitgehend stabil geblieben ist. Hervorzuheben ist, dass die Kliniken in Siegen-Wittgenstein bemüht sind, im Rahmen ihrer Strukturgespräche die stabile Grundlage weiter zu entwickeln.

Text: Christian Kreuzberg
Foto: Fotolia

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