Winterdepressionen

Mystischer Morgennebel im Bayerischen Wald

Mit dem Einsetzen des Winters beginnt für viele Menschen die gemütliche Zeit des Jahres. Man freut sich auf die Feiertage und verbringt viel Zeit mit der Familie. Doch für einige kann die kalte Jahreszeit auch eine echte Tortur sein. Vor allem dann, wenn sie an einer so genannten Winterdepression leiden. Die Erkrankung ist saisonal bedingt und kehrt alle Jahre wieder. Sie beginnt meist im Herbst und endet im Frühjahr. Betroffene leiden dabei unter Antriebslosigkeit, wechselnden Launen, einem gesteigertem Schlafbedürfnis oder Heißhunger-Attacken. Häufig grübeln sie über Probleme und  haben eine negative Grundhaltung. Bei den meisten depressiven Verstimmungen im Winter handelt es sich nicht um eine echte Winterdepression – eher um einen Winter Blues. Die echte Winterdepression ist seltener als andere Depressionsformen und betrifft mehr Frauen als Männer. Auslöser ist meist das fehlende Tageslicht und die geringe Lichtintensität im Winter. Weil zu wenig Licht auf die Netzhaut trifft, wird in einem bestimmten Bereich des Gehirns vermehrt das Schlaf-Hormon „Melatonin“ ausgeschüttet. Außerdem herrscht meist ein Mangel am Glücks-Hormon „Serotonin“. In südlichen Ländern kommt die Winterdepression viel seltener vor – in Skandinavien dagegen öfter als in Deutschland.

Autor: Christian Kreuzberg

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