9,9 Prozent der Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein haben Diabetes Typ 2

Regelmäßige Beratungsgespräche, Kontrolluntersuchungen und Patientenschulungen sind ein fester Bestandteil des Disease-Management-Programms (DMP) ‚AOK-Curaplan‘ für Diabetiker Typ 2. AOK/hfr.

Immer mehr Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen

Neues AOK-Versorgungsprojekt

 

Kreis Siegen-Wittgenstein. Diabetes Typ 2 ist eine der großen Volkskrankheiten bundesweit. Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein sind immer mehr Menschen davon betroffen, mittlerweile liegt der Anteil der Patienten mit Typ 2-Diabetes bei 9,9 Prozent. Das geht aus dem aktuellen ‚AOK-Gesundheitsatlas Diabetes mellitus Typ 2‘ hervor. Im Vergleich: In der gesamten Region Westfalen-Lippe liegt der Diabetikeranteil bei 8,7 Prozent. „Dieses Ergebnis zeigt, dass wir nicht nachlassen dürfen, uns auf dem Gebiet der Diabetesprävention weiter zu engagieren. Deshalb werden wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, entsprechende Maßnahmen mit unseren Partnern vor Ort passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen auszurichten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung und der Abbau von Übergewicht kann mit dazu beitragen, Diabetes mellitus Typ 2 zu verhindern. AOK/hfr.

 

Laut AOK-Gesundheitsatlas leben im Kreis Siegen-Wittgenstein insgesamt 27.434 Menschen mit Typ-2-Diabetes. Mehr als die Hälfte ist über 70 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an der sogenannten ‚Zuckerkrankheit‘ zu erkranken deutlich an. „Das Alter ist einer der bestimmenden Risikofaktoren für die Entwicklung der Erkrankung“, sagt Schneider. Auch Adipositas (Fettleibigkeit) gilt als bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Im AOK-Gesundheitsatlas wurde auch die regionale Adipositashäufigkeit bestimmt. Diese wurde in fünf gleich große Kategorien eingeteilt. Das Ergebnis: Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist der Kategorie mit einer durchschnittlichen Adipositashäufigkeit zuzuordnen.

Aus dem AOK-Gesundheitsatlas geht weiter hervor, dass derzeit bundesweit insgesamt rund 7,1 Millionen Menschen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind, bis zum Jahr 2040 könnte die Anzahl auf bis zu zwölf Millionen Menschen ansteigen. „Die Lebensqualität der Betroffenen ist oft erheblich eingeschränkt. Häufig treten Nierenschädigungen, Erblindungen oder Amputationen als diabetesbedingte Komplikationen auf“, so Schneider. Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle können dazu führen, dass Patienten frühzeitig versterben. Studien gehen davon aus, dass die Behandlungskosten inklusive Folgekosten für Typ-2-Diabetes Patienten doppelt so hoch liegen im Vergleich zu Patienten ohne Diabetes.

Ursachen für Diabetes mellitus Typ 2 sind komplex
Die Ursachen für Diabetes mellitus Typ 2 sind komplex. „Wir können die Diabetes-Epidemie nur wirksam bekämpfen, wenn es uns gelingt, die Menschen vor dem Auftreten einer Erkrankung zu schützen“, so Schneider. Geeignetes Mittel sind vor allem Lebensstiländerungen wie ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht. Experten gehen davon aus, dass sich dadurch mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern ließen. Um das zu erreichen, hilft die AOK NordWest ihren Versicherten mit speziellen Angeboten im Rahmen ihres Kursprogramms ‚Gesund leben‘. Diese sind exklusiv und kostenfrei für AOK-Versicherte.

Darüber hinaus bietet die AOK NordWest seit Jahren das Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘ für Diabetiker für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung von Typ-2-Diabetikern. Im DMP sind unter anderem regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Vermeidung von Folge- und Begleiterkrankungen vorgesehen.

Ein neues AOK-Versorgungsprojekt ist ‚ComanD (Control and manage Diabetes). Mit dem interdisziplinären Programm lernen an Diabetes-Typ-2 erkrankte AOK-Versicherte ihre Krankheit besser zu managen mit dem Ziel. Mithilfe einer kostenfreien Medizin-App können die Patienten ihre persönlichen Werte wie Blutzucker, Gewicht und Bewegung eingeben und auf dieser Basis mit dem behandelnden Arzt die Behandlungsziele festlegen und weitere Schritte besprechen.

 

Quelle/Fotos: AOK

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