Gutes Sehen zum Schulstart: AOK NordWest rät Eltern zur Vorsorge

Jedes elfte Grundschulkind trägt eine Brille

Professional oculist choosing lens for eyeglasses for her little patient

Siegen-Wittgenstein. Zum Schulstart appelliert die AOK NordWest an alle Eltern, die Sehfähigkeit ihrer Kinder frühzeitig überprüfen zu lassen. Denn gutes Sehen ist entscheidend für den Lernerfolg in der Schule. Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest zeigt: Jedes elfte Grundschulkind im Kreis Siegen-Wittgenstein im Alter von sechs bis zehn Jahren (8,9 Prozent) bekam 2024 eine Brille verordnet. Bei Kindergartenkindern zwischen drei und fünf Jahren waren es 7,7 Prozent.

„Eine Brille tut nicht weh – und gerade mit der Einschulung beginnt eine Phase, in der gutes Sehen enorm wichtig ist“, betont Dirk Schneider, Serviceregionsleiter der AOK NordWest. „Kinder mit Sehproblemen können dem Unterricht oft nur schwer folgen, sind schneller erschöpft und verlieren leichter die Motivation. Deshalb sollten Eltern bei Auffälligkeiten unbedingt einen Augenarzt aufsuchen und die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrnehmen.“


Wenn Buchstaben und Zahlen verschwimmen

Der Start in den Schulalltag bringt viele Veränderungen: neue Mitschüler, ungewohnte Abläufe und das Lernen in unbekannter Umgebung. Oft zeigt sich dabei eine bislang unerkannte Sehschwäche: Buchstaben und Zahlen an der Tafel verschwimmen oder Texte lassen sich schwer entziffern.


Sehschwächen bei Kindern erkennen: Warnsignale für Eltern

Sehprobleme bei Kindern bleiben häufig lange unentdeckt, da schlechtes Sehen nicht weh tut. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn Kinder:

  • über Kopfschmerzen oder brennende Augen klagen
  • häufig blinzeln oder die Augen reiben
  • beim Lesen sehr nah an Buch oder Bildschirm herangehen
  • den Kopf schief halten
  • häufig stolpern oder Gleichgewichtsstörungen haben
  • bei Dämmerung oder Dunkelheit schlechter sehen

Auch Hornhauttrübungen oder auffällig helle Pupillen können Hinweise auf eine Sehschwäche sein. Ein erhöhtes Risiko haben Frühgeborene, Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Kinder aus Familien mit erblichen Augenerkrankungen.


Augenuntersuchungen vor der Einschulung

Im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) wird auch der Sehsinn kontrolliert – von den ersten Lebenstagen bis kurz vor der Einschulung. Diese Untersuchungen sind für gesetzlich Versicherte kostenlos und helfen, Sehschwächen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Quelle/Foto: AOK NordWest

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