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Studenten assistieren im OP

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Zahlreiche Kliniken stehen vor dem Problem des mangelnden chirurgischen Nachwuchses. Die Arbeitsgemeinschaft „Junge Chirurgie“ hat sich zum Ziel gesetzt die Studenten in Deutschland zunehmend für die Chirurgie zu begeistern. Das St. Martinus-Hospital bietet als eine der ersten Kliniken bundesweit die Ausbildung zur/m studentischen OP-Assistenten/in an. Das Zertifikat „Studentischer OP Assistent“ der Arbeitsgruppe Junge Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie soll jungen Medizinern bereits im Laufe des Studiums eine beginnende Erfahrung im OP-Alltag bescheinigen. Zum Ausbildungskonzept gehören regelmäßige Workshops, die Einführung in die Operationsabteilung einschließlich Aufwachraum und Zentralsterilisation und vor allen Dingen die Vermittlung der Regeln im OP, wie Sicherheitschecklisten oder operationsvorbereitende Maßnahmen. Insbesondere werden von Beginn an Kenntnisse in Sterilität und Hygiene vermittelt und die gängigen Operationsverfahren der Allgemein- und Viszeralchi urgie in konventioneller und laparoskopischer Technik vorgestellt. Neben Theorie in Materialkunde werden Naht- und Kameratechniken besprochen und unter Anleitung an Trainingsgeräten geübt. Ziel der Workshops ist die Vorbereitung auf den Einsatz als OP-Assistent bei konventionellen und laparoskopischen Eingriffen.

Theresa Grebe, Eva Göring, Sarah Lea Wolf und Jakob Vielhaber sind begeistert von der Ausbildung zum studentischen OP-Assistenten. Sie studieren Medizin an Universitäten in Hamburg, Lübeck und Innsbruck und absolvierten jetzt als erste Studenten diese Ausbildung am Olper Krankenhaus. Das Konzept hinter der Ausbildung geht für sie voll auf: „Wir erhalten einen so umfassenden Einblick, wie wir ihn ansonsten nur während der Assistenzzeit nach dem Studium bekämen. Das Wissen, das wir hier vermittelt bekommen, hilft uns im Studium und steigert schon auch die Motivation weiter zu machen.“ Oberarzt Dr. Daniel Sinn fungierte während der Ausbildung als ärztlicher Pate und begleitete die Studenten systematisch. „Während meiner Studienzeit hätte ich mir einen solchen Einblick in den Klinikalltag gewünscht. Daher war es für uns keine Frage, dass wir dies jungen, angehenden Medizinern anbieten wollen“, so der Oberarzt. „Darüber hinaus haben die Studenten nach Abschluss ein Zertifikat in der Tasche, das ihnen diesen Einbl ck bescheinigt.“ Voraussetzung ist allerdings das Bestehen der Abschlussprüfung, in der die vermittelten theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten überprüft werden.

Text und Bild: Martinus Hospital

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