HighTech erleichert Senioren das Leben

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Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und – wie hier im Bild – Badezimmer – die Modellwohnung zeigt alle Räume einer typischen Wohnunge mit modernsten Unterstützungssystemen für Senioren.

Modellwohnung für zwei Tage vor dem Rathaus in Netphen zu sehen

Wie kann eine Wohnung aussehen, die optimal auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist, in der moderne Technik das Leben leichter macht und bei vielen Alltagsdingen hilft? Das kann man sich kommenden Donnerstag und Freitag (05. und 06. März 2015) in Netphen anschauen. Die Kommunale Beratungsstelle „Besser Leben im Alter durch Technik“ holt dann eine mobile Demonstrationswohnung auf den Marktplatz vor das Rathaus in Netphen.

„Viele Menschen kennen die technischen Möglichkeiten gar nicht, die ihre Lebenssituation verbessern können“, sagt Daniel Aktas von der Kommunalen Beratungsstelle: „Das fängt bei ganz kleine Dingen an, wie z.B. einem Telefon, bei dem sich Fotos auf den Tasten befinden, oder einem Schlüsselfinder, der auf Pfeifen reagiert. Das geht weiter über die Haustüre, die statt mit Schlüssel mit einem Code oder dem Fingerabdruck geöffnet werden kann, und reicht bis hin zu vielen medizinischen Angeboten.“ So gibt es z.B. die Möglichkeit, Vitaldaten zur Kontrolle direkt an einen Arzt zu übermitteln. Oder einen Tablettenspender, der zu programmierten Zeiten die richtigen Medikamente ausgibt.

Die Wohnung ist barrierefrei und gibt Anregungen für den altersgerechten Umbau der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses. Zugleich zeigt sie viele Dinge, die sich auch so mancher in seiner „normalen“ Wohnung wünschen würden, wie z.B. automatische Herdabschaltung oder einen Wassermelder, wenn die Badewanne oder das Spülbecken überlaufen. Darüber hinaus ist die Modellwohnung aber auch mit absolutem HighTech ausgestattet: zum Beispiel sind im Boden Sensoren integriert. Die registrieren, wenn der Bewohner stürzen sollte und lösen dann automatisch Alarm aus.

„Die mobile Wohnung ist geradezu ideal, um die technischen Möglichkeiten im Gesamtzusammenhang in einer quasi echten Wohnung zu erleben“, sagt Daniel Aktas. Die Ausstellung ist ideal für Menschen, egal welchen Alters, die sich mit der Fragen beschäftigen, wie sie später einmal leben wollen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass ganze Familien zu uns kommen, um gemeinsam zu gucken, was man heute schon machen kann, damit die Eltern oder man selbst später ein optimales Umfeld hat, um so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu können“, sagt Daniel Aktas. Aber auch Handwerker sind durchaus Zielgruppe für die Modellwohnung, „denn auch die können hier sicher wertvolle Tipps für ihre Kunden bekommen“, unterstreicht der Mitarbeiter der Kommunalen Beratungsstelle „Besser Leben im Alter durch Technik“.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat sich schon sehr früh des Themas „Leben und Wohnen im Alter“ angenommen und viele konkrete Projekte auf den Weg gebracht, die bundesweite Beachtung gefunden hat. Vor diesem Hintergrund hatte sich der Kreis auch um die Durchführung des Modellprojektes „Besser Leben im Alter durch Technik“ beim Bund beworben und den Zuschlag bekommen.

Die Kommunale Beratungsstelle sitzt in den Räumen der KSG (Sankt-Johann-Str. 27) in Siegen und berät unabhängig und kostenlos zu technischen Hilfs- und Assistenzsystemen. Ansprechpartner ist Daniel Aktas, Telefon 0271 23268-33, E-Mail: daktas@ksg-siegen.de.

Die rollende Ausstellung kann am Donnerstag von 11:00 bis 19:00 Uhr und am Freitag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Netphen besucht werden.

Quelle: Stadt Siegen

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