Freitag , 28 Juli 2017
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Gesundheit beginnt beim Frühstück

Fachleute der Gesundheitsbranche und junge Unternehmer aus der Region überlegen beim gemeinsamen Frühstück, wie ihre Mitarbeiter gesundheitlich und sozial unterstützt werden können.

Fachleute der Gesundheitsbranche und junge Unternehmer aus der Region überlegen beim gemeinsamen Frühstück, wie ihre Mitarbeiter gesundheitlich und sozial unterstützt werden können.

Wirtschaftsjunioren aus der Region treffen sich bei den Diakonie Sozialdiensten

Siegen. Wer Körper und Geist stärken und für den bevorstehenden Arbeitstag gewappnet sein möchte, sollte mit einem gesunden Frühstück starten. Daher haben sich junge Unternehmer aus den Reihen der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen bei den Diakonie Sozialdiensten in Siegen getroffen, um sich bei einem gemeinsamen Frühstück darüber auszutauschen, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in Lebenskrisen und Krankheit professionell unterstützen können. Den Jungunternehmern und Mitarbeitern der Sozialdienste ist ein wichtiges Anliegen, die Distanz zu Themen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und soziales Engagement abzubauen.

Eröffnet wurde der Morgen von Ernährungsmedizinerin Dr. Gisela Labenz, die den jungen Führungskräften Tipps an die Hand gab, um gesund und fit zu bleiben. „Eine gesunde Lebensweise mit der richtigen Ernährung und Sport steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern hat auch einen enormen Einfluss auf das Risiko, an Krebs oder einem Burnout zu erkranken“, sagte sie. Gesunde Menschen sind auch im Beruf leistungsfähiger und motivierter. Laut Labenz, gibt es einfache Verhaltensweisen, mit denen Chefs und Angestellte im Büro etwas Gutes für ihren Körper tun können: „Wer lange sitzt sollte immer wieder Pausen machen. Statt zum Hörer zu greifen, persönlich mit Kollegen sprechen, beim Telefonieren umher laufen und anstatt den Aufzug, die Treppe nehmen“, rät die Expertin.

Tauschten sich über Betriebliches Gesundheits- und Sozialmanagement aus (von links): Sebastian Schreiber, Daniel Imhäuser, Dr. Gisela Labenz, Romy Eick, Fabian Kapp.

Tauschten sich über Betriebliches Gesundheits- und Sozialmanagement aus (von links): Sebastian Schreiber, Daniel Imhäuser, Dr. Gisela Labenz, Romy Eick, Fabian Kapp.

Die Diakonie Sozialdienste haben mit ihrer Gesundheits- und Sozialhotline eine Maßnahme entwickelt, mit der sie Arbeitnehmern und ihren Angehörigen ein umfassendes Hilfsangebot bei gesundheitlichen und sozialen Fragen und Problemen bieten. Die Anrufer bleiben anonym und erreichen telefonisch oder per E-Mail speziell geschulte Berater, die entweder selbst helfen oder an die richtigen Fachstellen vermitteln, ohne dass Kollegen oder Vorgesetzte davon erfahren. Bereits sieben Unternehmen nutzen das Angebot. „Arbeitnehmer erleben in der heutigen Zeit immer größeren Druck. Auch private Probleme werden mit auf die Arbeit getragen und belasten die Psyche“, sagte Sebastian Schreiber, Gesundheitsmanager bei den Diakonie Sozialdiensten. Ferner werden Rückenleiden und Krankheiten des zentralen Nervensystems häufig durch Stress ausgelöst. „Wir können auf das gesamte Netzwerk der Diakonie zurückgreifen und vermitteln auch darüber hinaus“, erklärte Schreiber. Daniel Imhäuser, Geschäftsführer der Diakonie Sozialdienste und Mitglied der Wirtschaftsjunioren, betonte, wie wichtig schnelle und unkomplizierte Hilfe ist: „Aus einem Problem entstehen sehr schnell weitere. Mit der Hotline möchten wir die Prozesse vereinfachen und Betroffenen frühe Hilfe und einen festen Ansprechpartner bieten.“

Romy Eick ist Fachkraft für Arbeitssicherheit und bekräftigte die wichtige Rolle von internen Arbeitsschutzbeauftragten in Unternehmen. „Arbeitsschutz geht Hand in Hand mit Gesundheitsschutz. Viele Mitarbeiter kennen ihre zuständigen Ansprechpartner gar nicht.“ Die Expertin appellierte an Firmenchefs, dass Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen richtig kommuniziert und an Mitarbeiter weitergetragen werden müssen.

In der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit nehmen Arbeitsverdichtung und Zeitdruck immer weiter zu. Fabian Kapp, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, sieht gerade für junge Unternehmer gute Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter gesund zu erhalten. „Ältere Generationen sind mit solchen Fragen nicht groß geworden. Wenn sich junge Führungskräfte mit gesundheitlichen und sozialen Fragen auseinander setzen und ein Bewusstsein dafür entwickeln, können wir auch Ältere davon überzeugen und entsprechende Maßnahmen im Betrieb kommunizieren und unterbringen.“

Quelle: Diakonie Südwestfalen