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Ängste abbauen

Herzrhythmusstoerungen

Die Deutsche Herzstiftung hat die Koronare Herzkrankheit und den Herzinfarkt zum Thema der Herzwochen 2015 gewählt, die unter dem Motto „Herz in Gefahr“ stehen und bundesweit im November stattfinden. Die wahrscheinlich größte Veranstaltung in dieser Zeit findet am 7. November von 9 – 14 Uhr erstmals in der großen Halle der Siegerlandhalle statt.

Ausgewiesene Experten informieren in der Siegerlandhalle über den heutigen Stand von Diagnostik und Therapie sowie neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen. Auch in diesem Jahr werden etwa 1.000 Teilnehmer auf dem Siegener Herz-Tag erwartet.

Die koronare Herzkrankheit ist die Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts und die häufigste Herzerkrankung mit Millionen Betroffenen in Deutschland. Jährlich sterben über 128.000 Menschen an der koronaren Herzkrankheit, darunter mehr als 55.000 am Herzinfarkt. Viele der lebensbedrohlichen Verläufe ließen sich durch rechtzeitige Erkennung und Behandlung vermeiden. „Deshalb möchten wir mit unserem Siegener Herz-Tag aufklären. Ziel der Veranstaltung ist es, umfassend über die Erkrankungen zu informieren, Ängste abzubauen und den Patienten Hilfe im Umgang mit den Erkrankungen zu geben“, erklärt Prof. Dr. med. Michael Buerke, Chefarzt der Medizinischen Klinik II – Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin.

Deutsche-Herzstiftung

Die koronare Herzkrankheit entsteht dadurch, dass sich Herzkranzgefäße durch Schädigungen an der Gefäßinnenhaut (Arteriosklerose), z. B. durch Rauchen und Bluthochdruck, in einem langen schleichenden Prozess immer mehr verengen, so dass die Durchblutung des Herzens behindert wird. Ein erstes Warnsignal der Erkrankung ist ein Schmerz im Brustkorb unter körperlicher Anstrengung, der schnell verschwindet, wenn die Belastung aufhört. Er ist typisch für die Krankheitsphase der stabilen Angina pectoris.

„Diesem Brustschmerz sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, um durch eine rechtzeitige Behandlung zu verhindern, dass es zu einem Herzinfarkt kommt. Oftmals werden jedoch diese Beschwerden sehr spät oder gar nicht auf das Herz bezogen und die Erkrankung erst dann ernst genommen, wenn sie zu einem Herzinfarkt geführt hat“, betont Kardiologe Prof. Dr. med. Michael Buerke. „Deshalb ist es das Ziel der Aufklärungsaktion, die Bevölkerung darüber aufzuklären, wie die koronare Herzkrankheit entsteht und mit welchen Beschwerden und Warnzeichen sie sich bemerkbar macht.“ Auch meinen viele Betroffene nach einer Behandlung ihrer Erkrankung, beispielsweise durch Stent-Implantation oder Bypass-Operation, sie seien gesund, weil sie keine Beschwerden haben. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie noch immer an einer chronischen Herzerkrankung leiden und deshalb ihren Lebensstil ändern und auf Dauer ihre Medikamente einnehmen müssen, um sich vor einer Verschlechterung ihrer Erkrankung zu schützen. Deshalb soll die Bevölkerung in unserer Region neben den Ursachen und Gefahren der koronaren Herzkrankheit sowie neuen Entwicklungen in Diagnostik und Therapie auch für die Wichtigkeit der Vorbeugung dieser Herzkrankheit sensibilisiert werden.

„Gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung und der AOK NORDWEST möchten wir Betroffene und Interessierte über Prävention, Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit informieren und sensibilisieren“, so Buerke. „So gelingt es uns, Ängste abzubauen und den Patienten Hilfe im Umgang mit der Erkrankung zu geben.“

Der Siegener Herz-Tag schlägt die Brücke zwischen den Referenten der Fachvorträge und Workshops und den Teilnehmern, indem im Rahmen eines Plenums Fragen unmittelbar an die Experten gerichtet werden können. Eine große Ausstellung mit Gesundheits-Checks und weiteren Mitmachelementen ergänzt das Programm. >> Hier können Sie sich den Programm-Flyer herunter laden <<

Siegerlandhalle_Herztag_2015

 

Quelle/Layout: St. Marien-Krankenhaus Siegen
Fotos: Fotolia

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