Migräne – ein Frauenleiden

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Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der ganze zehn Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Erstaunlich ist, dass Frauen dreimal so häufig wie Männer unter ihr leiden.
Jedoch erst mit Beginn der Pubertät, sprich gleichzeitig der Entwicklung der Geschlechtsreife, wächst die Prävalenz beim weiblichen Geschlecht.

Migräneattacken äußern sich in einem immer wiederkehrenden, anfallartigen und oft halbseitigem Kopfschmerz. Dazu gehören auch Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Appetitlosigkeit. In manchen Fällen entwickelt sich zuerst eine Migräneaura, in der optische oder sensible Störungen der Wahrnehmung sowie motorische Störungen auftreten können.

Die Ursachen von Migräne konnten noch nicht genau ergründet werden, und sie sind trotz vieler Erforschungen immer noch unklar. Man schließt bisher darauf, dass das Gleichgewicht des Stoffwechsels im Gehirn gestört ist. Mehrere Faktoren agieren dabei zusammen  und lösen die Migräne aus. Dass sie vererbt werden kann, ist auch nicht ausgeschlossen.

Im Kindesalter ist die Erkrankung noch gleich verteilt auf das weibliche und männliche Geschlecht. Erst im Zeitraum zwischen der Pubertät und den Wechseljahren verändert sich das Muster zu Ungunsten der Frau. Sind die Wechseljahre überstanden, fällt der Anteil der betroffenen Frauen wieder. Er bleibt jedoch immer noch doppelt so hoch, wie der bei Männern.

Wenn man nun die Migräne aus hormoneller Sicht betrachtet, ist deren Ursache auf den sinkenden Östrogen-Spiegel im Blut zurückzuführen. Unter dieser „menstruellen“ Migräne leiden etwa sieben Prozent aller betroffenen Frauen. Sie tritt meistens unmittelbar vor und nach der Regelblutung auf. Auch steht die Verarbeitung schmerzhafter Reize im Gehirn unter ständigem Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons. Häufig weisen Frauen eine hohe Sensibilität gegenüber Stressfaktoren vor der Regelblutung auf, die auf die durch hormonell bedingte psychische Veränderungen zurückzuführen sind.

Natürlich kann die Migräne punktuell durch Medikamente gemindert werden. Auch gibt es eine Reihe von natürlichen Heilverfahren. Ganz wichtig sind jedoch der verstehende Umgang des jeweiligen Partners und es häuslichen Umfelds.

Quelle: St. Marien-Krankenhaus
Foto: Archiv

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