Der erste Jahrgang freut sich über Zertifikate

Die erfolgreichen Pflegeassistentinnen erhielten im Diakonie Klinikum Jung-Stilling ihre Zertifikate.
Die erfolgreichen Pflegeassistentinnen erhielten im Diakonie Klinikum Jung-Stilling ihre Zertifikate.

Arbeitsagentur und Diakonie Klinikum Jung-Stilling gratulieren erfolgreichen Pflegeassistentinnen

Was gut war, soll auch wiederholt werden: Schon bald wollen Agentur für Arbeit und Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen Frauen aus der Region wieder zu Pflegeassistentinnen ausbilden. Der erste Jahrgang durfte sich nun in einer Feierstunde im Krankenhaus nebst Zertifikaten, Blumen und lobenden Worten vor allem über einen erfolgreichen Abschluss freuen.

“Sie haben das toll gemacht”, lobte Jutta Aulmann, Pflegedienstleiterin im Klinikum Jung-Stilling. Sie sprach von einer “unglaublich positiven Entwicklung”, die die Frauen binnen kürzester Zeit genommen hätten. Nun gelte es, das Erlernte mit Sensibilität und Offenheit im Dienst am kranken Menschen umzusetzen. “Es hat mich begeistert, wie lernfreudig die Frauen ans Werk gegangen sind und dass alle durchgehalten haben”, betonte Birgit Riemer-Schnabel, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit. Zudem sei sie glücklich darüber, dass “wir unseren Kundinnen eine berufliche Perspektive bieten konnten”. “Sie haben die Feuertaufe mit Bravour bestanden”, hob Verwaltungsleiter Fred-Josef Pfeiffer die Bedeutung der Tätigkeit von Pflegeassistentinnen hervor. Andreas Leidig, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, freute sich über die Unterstützung im Arbeitsalltag auf den einzelnen Stationen.

Das Projekt “Pflegeassistentinnen PA” gebaren Arbeitsagentur und Krankenhaus im vergangenen Jahr im Kern aus zweierlei Gründen. Zum einen, weil es im Zuge des demografischen Wandels immer schwieriger werden wird, genügend qualifizierte Fachkräfte auch für die Pflegeberufe zu begeistern – Fachkräfte, die ihre Kernaufgaben erfüllen müssen und durch Pflegeassistentinnen unterstützt werden sollen. Und zum anderen, um eben die Berufschancen für Frauen in der Region zu verbessern. So ist das Projekt zum Beispiel attraktiv für Wiedereinsteigerinnen, die nach einer Familien- oder Pflegephase einen Beruf mit Familie vereinbaren und in Teilzeit arbeiten müssen. Ferner sollte damit auch der Service für Patienten verbessert werden. So nehmen sich Pflegeassistenten etwas mehr Zeit für Gespräche, helfen je nach Bedarf bei der Körperpflege, richten die Betten oder unterstützen Patienten beim Essen und Trinken. Das Projekt eignete sich also für Bewerberinnen mit Familien- oder Lebenserfahrung, mit Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und begrenztem Zeitbudget.

Der Plan ging auf. In einem vierwöchigen Praktikum im Krankenhaus fanden die Frauen für sich heraus, ob sie Freude und Fähigkeit für die Ausbildung haben. Danach erhielten sie einen Vertrag, gingen montags zur Theorie in die Krankenpflegeschule und dienstags bis freitags von halb sieben bis zehn Uhr morgens zur praktischen Ausbildung auf die Stationen. “Was anfangs kritisch beäugt wurde, hat sich als segensreich entwickelt”, zeigte sich Stationsleiter Frank Grümbel begeistert. Die Pflegeassistentinnen seien motiviert, gut ausgebildet und auf den Stationen eine Stütze.

Nach neun Monaten wurden die Frauen nun abschließend geprüft – und bestanden allesamt ihre Aufgaben mit Bravour. Die ausgelassene und freundliche Stimmung bei der Vergabe der Zertifikate belegte eindrucksvoll, dass die Frauen diesen Weg gerne gegangen sind – und nun als anerkannte Pflegeassistentinnen weiter gehen wollen.

Erfolgreich zu Pflegeassistentinnen ausgebildet wurden:

Alicja Adamowicz, Birgit Bachmann, Sieglinde Tischler (alle Siegen), Sabrina Bandoß, Carla Hummel, Silke Klebs, Kerstin Veith (alle Wilnsdorf), Agathe Grünke, Heike Jung, Andrea Meister (alle Kreuztal), Anna Kwasnik, Handan Willwacher (beide Hilchenbach), Monika Jansen (Freudenberg) und Christiane Kool (Netphen).

Quelle: Diakonie Südwestfalen

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