Selbstmedikation – Möglichkeiten und Grenzen

Schmerztabletten

Sich mit Medikamenten ohne ärztlichen Rat selbst zu versorgen, ist nur in bestimmten Fällen angeraten und nur dann gefahrlos, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Die wichtigsten Regeln: Viele sind bei der Selbstmedikation auf die (anfängliche) Beratung eines Arztes angewiesen. Nehmen sie mehrere Medikamente ein, ist ebenfalls die Rücksprache mit dem Hausarzt angeraten, um gefährliche Wechselwirkungen auszuschließen. Selbstmedikation setzt voraus, dass Patienten die Symptome richtig deuten, über die Wirkungsweise eines Medikaments ausreichend informiert sind und wissen, wann ein Arztbesuch unumgänglich ist.

Folgende Grundregeln sind zu beachten:

  • Halten Sie stets genau die Anwendungs- und Dosierungsanweisungen ein
  • Studieren Sie die Packungsbeilage und fragen Sie ggf. Ihren Arzt oder Apotheker
  • Lassen Sie die gegenseitige Verträglichkeit verschiedener Wirkstoffe überprüfen
  • Verlangen Sie in der Apotheke ein speziell auf Ihre Symptome ausgerichtetes Medikament

Von einer Selbstmedikation sollte abgesehen werden, wenn das Medikament rezept- oder apothekenpflichtig ist, ein Symptom oder eine Erkrankung erstmalig auftritt, Symptome sich nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, Symptome sich verschlimmern oder neue hinzukommen, die gleiche Erkrankung in kurzen Abständen immer wieder auftritt, der/die Patient/in schwanger oder ein Kind ist. Besonders die unkontrollierte Anwendung von Schlafmitteln, Antibiotika bzw. Psychopharmaka kann fatale Folgen haben. Von der Selbstmedikation sollten diese Medikamente deshalb grundsätzlich ausgeschlossen sein.

Text: Ärzteverein Siegerland
Foto: © F.Schmidt© F.Schmidt – Fotolia.com

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