Schulterzentrum Südwestfalen aus der Taufe gehoben

Das Schulterzentrum Südwestfalen wird von Dr. Birgit Schulz geleitet. Gemeinsam mit Oberarzt Guido Harig (rechts) und Assistenzarzt Farouk Hammour ist sie im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg für die Patienten da.

Spezialisierung

Diakonie Klinikum Bethesda: Arthroskopie und Endoprothetik sind die Spezialgebiete

 

Siegen. Drei Knochen, fast ein Dutzend verschiedene Muskeln sowie diverse Sehnen und Bänder: Sie alle treffen in der Schulter zusammen, dem beweglichsten Gelenk des Körpers. Diese Komplexität hat jedoch auch ihren Preis: Die Schulter ist anfällig für Verschleiß und auch Verletzungen. Im jüngst gegründeten Schulterzentrum Südwestfalen ist Hilfe nah. Unter der Leitung von Dr. Birgit Schulz werden von Oberarzt Guido Harig und Assistenzarzt Farouk Hammour Veränderungen jeglicher Art behandelt – arthroskopisch, aber auch mit Hilfe der Endoprothetik.

Das Trio ist ein eingespieltes Team. Seit Jahren arbeiten die Mediziner in Freudenberg zusammen. „Jetzt sind wir froh darüber, unser Schulterzentrum Südwestfalen aus der Taufe gehoben zu haben“, macht Dr. Schulz deutlich. Sie ist zertifizierte Operateurin der Deutschen Gesellschaft für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE), hat viele Hospitationen und Fortbildungen hinter sich gebracht, hält auch international Vorträge zum Thema Schulter und leistet viele Stunden praktischer Arbeit im Operationssaal. 500 Patienten operiert das Team im Schulterzentrum Südwestfalen jährlich. „Unser Einzugsgebiet ist groß“, sagt Dr. Schulz. Anfragen kommen aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern nach Freudenberg, unter anderem aus Münster oder Köln.

Der Großteil der Patienten wird arthroskopisch behandelt, also mittels einer „Schlüsselloch-Operation“. Benötigt werden – je nach Eingriff – nur noch zwei bis drei Schnitte in die Haut, jeder von ihnen maximal fünf Zentimeter lang. Eingeführt wird dann zunächst eine kleine Kamera, um das Gelenk nebst den Bändern und Sehnen zu untersuchen. Im weiteren Schritt können auch komplexe Eingriffe wie etwa das Entfernen von erkranktem Gewebe oder die Befestigung einer gerissenen Sehne in der Kameratechnik, also ohne großen Schnitt, vorgenommen werden.

„Der künstliche Gelenkersatz der Schulter ist unser zweites Spezialgebiet“, führt Dr. Schulz aus. Dafür stehen dem Team um die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Sportärztin moderne bildgebende Verfahren zur Verfügung, um Operationen im Vorfeld bestmöglich zu planen. So kann am Computer die passgenaue Implantation einer Prothese in 3D simuliert werden, was deutliche Vorteile bei der Operationstechnik und der Prothesenwahl aufweist. Wer eine Prothese eingesetzt bekommt, bleibt rund eine Woche lang im Krankenhaus, „bei einer Arthroskopie verlassen uns die Patienten in der Regel nach zwei Tagen“, führt Dr. Schulz aus.

Doch die Ärztin weiß: „Ein chirurgischer Eingriff alleine hilft bei Schulterbeschwerden nicht.“ Deshalb erstellen die Mediziner im Schulterzentrum Südwestfalen auch den anschließenden Behandlungsplan. Die Nachsorge enthält unter anderem einen Leitfaden, der Bewegungs-Übungen für zu Hause enthält. Dieser, so die Empfehlung der Mediziner, sollte unterstützend zur Physiotherapie befolgt werden, damit beste Ergebnisse erzielt werden.

Neben dem Schulterzentrum gibt es in der Unfall- und orthopädischen Chirurgie im Diakonie Klinikum Bethesda unter der Leitung von Chefarzt Dr. Patrick Sweeney seit vielen Jahren auch ein zertifiziertes EndoProthetik-Zentrum mit dem Schwerpunkt Hüft- und Kniegelenksersatz.

 

 

 

Quelle/Foto:
Diakonie

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