Bunter Tag für die Gesundheit

Beim 2. Betzdorfer Gesundheitsforum im MVZ Betzdorf-Kirchen ließen sich die Besucher von der Medizinischen Fachangestellten Rafaela Beib über gesunde Ernährung beraten.
Beim 2. Betzdorfer Gesundheitsforum im MVZ Betzdorf-Kirchen ließen sich die Besucher von der Medizinischen Fachangestellten Rafaela Beib über gesunde Ernährung beraten.

Zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür im MVZ Betzdorf-Kirchen

Betzdorf. Vollbesetzte Gesundheitsvorträge, viele Fragen zu richtiger Ernährung und medizinische Geräte im Dauereinsatz ─ beim 2. Betzdorfer Gesundheitsforum im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Betzdorf-Kirchen war das Interesse der zahlreichen Besucher groß. Sie nutzten kostenlose Gesundheitschecks, lauschten Fachvorträgen und stellten den Ärzten vor Ort all die Fragen, die ihnen auf der Seele brannten. Außerdem ließen sie sich von den Mitarbeitern durch die Räume der Allgemein-, Gefäß und Unfallchirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Psychiatrie, Anästhesie und Augenheilkunde führen. Bei belegten Brötchen, Kaffee und einer großen Auswahl an Kuchen kamen die Gäste untereinander ins Gespräch.

Die Krankenschwester Bettina Vedi schulte die Besucher beim Reanimationstraining und erklärte den Umgang mit dem Defibrilator. Dies ist ein medizinisches Gerät, das bei Herzrhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, eingesetzt wird, um den rhythmischen Herzschlag wieder in Gang zu bringen.

In vier Kurzvorträgen referierten erfahrene Mediziner zu verschiedenen Themen. So klärte Dr. Anna Wolf, Fachärztin für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie, über das Tabuthema  Analleiden auf. Dr. Thomas Bacher, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, informierte über Behandlungsmöglichkeiten der Kniegelenksarthrose unter Beachtung der Beinachse. Ein Knie ist von einer Arthrose betroffen, wenn der Gelenkknorpel beschädigt ist. Diese glatte und elastische Schicht sorgt dafür, dass sich das Knie leicht und reibungsfrei bewegen lässt. Bei einer Arthrose kann sich der Knorpel in späteren Stadien sogar abbauen ─ starke Schmerzen und eine eingeschränkte Motorik sind mögliche Folgen. Ursächlich sind unter anderem fehlgestellte Knie, wie X- oder O-Beine. „Letzteres tritt oft bei Männern auf, von X-Beinen sind meist Frauen betroffen“, erklärte Bacher. Mithilfe von äußeren Stützschienen, so genannten Orthesen, können geschädigte Bereiche entlastet und die maximale Gehstrecke im Alltag erhöht werden. Hilft dies nicht, kann eine Operation sinnvoll sein. Bei teilweise betroffenen Gelenkflächen können Oberflächenverstärkungen oder Teilprothesen das Knie wieder belastbar machen. Dabei bleiben ein großer Teil des Knies und die natürliche Beweglichkeit des Gelenks erhalten.

Dr. Marius Passon, Facharzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, informierte über neue Behandlungskonzepte bei einem postthrombotischen Syndrom. Die Krankheit beschreibt dauerhaft beschädigte Venen, die nach einer abgelaufenen tiefen Thrombose (verschlossenes Blutgefäß durch Blutgerinnsel) entstehen können. Ein durch Narbengewebe verursachter Blutstau, kann die Gefäße nach einer Thrombose dauerhaft beeinträchtigen. „Durch eine rechtzeitige und optimale Kompressionstherapie, kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden“, sagte Passon. Demnach wird ein postthrombotisches Syndrom in erster Linie mit Kompressionsstrümpfen behandelt, die entsprechend angepasst werden. Sie pressen die Venen in den Beinen zusammen, wodurch das Blut wieder in Herzrichtung transportiert wird. Ist eine Operation erforderlich, werden die Engstellen mit einem Ballonkatheter aufgedehnt oder ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt, um den Hohlraum der Vene offen zu halten. Abschließend stellte der Facharzt moderne Behandlungsmethoden von chronischen Wunden vor.

Wie gesundes Essen das menschliche Wohlbefinden fördert, konnten die Besucher bei einer individuellen Ernährungsberatung von der medizinischen Fachangestellten Rafaela Beib erfahren. Bei hohem Cholesterinspiegel empfahl sie den Verzehr von Fett zu reduzieren. „Greifen sie lieber zu Milch mit nur 1,5 Prozent Fett oder zu magerem Quark und Käse.“ Bei Osteoporose (Knochenschwund) seien kalziumreiche Speisen und Getränke von Vorteil. Um Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen, riet Beib auf die Angabe des Zuckergehalts von Lebensmitteln zu blicken. Dies veranschaulichte sie mit aufgestellten Lebensmitteln und der entsprechenden Anzahl an Zuckerwürfeln, die jeweils Aufschluss auf versteckte Inhalte gaben.

Bei den Medizinischen Fachangestellten Heike Schröter und Sylvia Mäusezahl ließen Interessierte ihr Körperfett analysieren, Medica-Vertriebsleiter Henryk Brasch maß den Blutzuckerspiegel.

MVZ-Geschäftsführerin Bärbel Arwe freute sich über die vielen Besucher und ihr großes Interesse an den verschiedenen Angeboten. „Wir ziehen für das 2. Betzdorfer Gesundheitsforum eine positive Bilanz und sehen einer weiteren Veranstaltung im nächsten Jahr freudig entgegen.“

 

Quelle: Diakonie

 

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