Kranke Zuhause pflegen

Pflege_Demenz

Manchmal geht es ganz schnell: Ein Unfall, eine schwere Krankheit und Mutter, Partner, Bruder oder gar das eigene Kind werden zum Pflegefall. Das Leben ändert sich drastisch, auch für die Angehörigen, die ihren Verwandten in seiner vertrauten Umgebung pflegen wollen, um ihm auf diese Weise so viel Lebensqualität wie möglich bieten zu können. Doch häusliche Pflege bedeutet eine gute Organisation und den richtigen Umgang miteinander zu erlernen. Unterstützung dabei bietet ab sofort das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum mit seinem kostenlosen Lehrangebot bestehend aus Beratungsgesprächen, Einzeltrainings am Patientenbett noch vor der Entlassung, Pflegetrainings zuhause nach der Entlassung, Anleitung zum Einsatz von Hilfsmitteln, Pflegekursen und Gesprächskreisen.

Ansprechpartner während dieser Zeit sind die Pflegeberater Helga Brückhäuser und Thorsten Heinrich. Beide sind erfahrene Pflegeexperten, die bereits seit Jahren als Abteilungsleiter in der Pflegedirektion des Knappschaftskrankenhauses tätig sind. Sie besprechen vorab mit den Angehörigen mögliche Sorgen, die diese in Bezug auf die bevor stehende häusliche Pflege haben, zeigen bereits am Krankenbett erste Handgriffe beispielsweise zur richtigen Lagerung eines Patienten und unterstützen nach der Entlassung bei der häuslichen Versorgung durch gezielte Schulungen in den Bereichen Sturzprophylaxe, Mobilisation, Hilfsmittelbenutzung, Hautpflege und Inkontinenzversorgung. Abgerundet wird das Angebot durch einen dreiteiligen Pflegekurs, der pro Quartal für alle Angehörigen angeboten wird, darüber hinaus aber auch weiteren Interessierten offen steht.

Die Angebote sind kostenlos und richten sich an alle Angehörige, unabhängig von der jeweiligen Krankenkasse. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Rufnummer 0234 / 299-3902.

Das Angebot findet im Rahmen eines Projektes der Uni Bielefeld und der AOK Nord-West als Modellprogramm statt und dient der Begleitung und Kompetenzförderung von pflegenden Ehepartnern und Angehörigen im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung. Das Modellprogramm läuft seit 2004 in Nordrhein-Westfalen.

 

Quelle: Knappschaftskrankenhaus Bochum

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